16.02.2017

Zahlen, Daten und Fakten zum Fahrradmarkt in Deutschland und Europa: Fahrradbranche setzt positiven Trend bei E-Bikes fort

Produktion von Fahrrädern und E-Bikes weiterhin auf hohem Niveau

Die Saison 2015 war für die Fahrradbranche in Deutschland sehr erfolgreich und setzt den positiven Trend der vergangenen Jahre fort. Die Entwicklung zum Fahrrad und E-Bike als bevorzugtem Verkehrsmittel ist in allen Bereichen spürbar. Außerdem sind die Wertigkeit und damit Durchschnittspreise gestiegen. Das sind die Ergebnisse einer Erhebung des Zweirad-Industrie-Verbandes (ZIV) aus dem vergangenen Jahr. So wurden 2015 4,35 Millionen Fahrräder und E-Bikes verkauft – 2014 waren es 4,1 Millionen. E-Bikes machten mit 535.000 Stück einen erheblichen Anteil an der Gesamtsumme aus, auch hier ist die Tendenz steigend.

Der durchschnittliche Preis pro Fahrrad (inklusive E-Bikes) stieg in der Saison 2015 von 528 auf 557 Euro – laut Verband ein deutliches Zeichen für das wachsende Qualitätsbewusstsein der Verbraucher. Insgesamt lag der Verkaufswert aller 2015 in Deutschland verkauften Fahrräder und E-Bikes bei 2,42 Milliarden Euro und damit über zehn Prozent höher als 2014. Mit 2,19 Millionen Stück produzierten die Hersteller mehr Fahrräder und E-Bikes als in den vorvergangenen Jahren. 305.000 davon waren E-Bikes, im Vergleich zu 254.000 im Jahr 2014. Auch die Menge der exportierten E-Bikes ist gestiegen: von 102.000 (2014) auf 140.000 (2015).

 

2016 kann die Branche laut ZIV voraussichtlich an diese Erfolge anknüpfen: Obwohl die Wetterbedingungen im ersten Halbjahr 2016 die Kauflust der Konsumenten zunächst schmälerten, prognostiziert der ZIV für das Gesamtjahr 2016 rund 560.000 verkaufte E-Bikes. Das entspricht einem Wachstum von etwa 5 Prozent, im Vergleich zu 535.000 verkauften E-Bikes in 2015. Dazu passt die Beobachtung des ZIV, dass neben klassischen City- und Trekkingbikes vor allem E-Bikes und deren sportliche Varianten – wie zum Beispiel das E-Mountainbike – an Bedeutung gewinnen. Ein weiterer Positivtrend, der die Branche aufhorchen lässt: Laut ZIV wächst bei jüngeren Konsumenten die Akzeptanz von E-Bikes, wodurch neue Ziel- und Absatzgruppen entstehen.

Trekkingrad und City-Rad liegen in der Beliebtheit der Verbraucher vorne

Obwohl das E-Bike weiter an Bedeutung gewinnt, lag das Trekkingbike im Gesamtabsatz des Jahres 2015 mit 33 Prozent auf dem ersten Platz. 21 Prozent entfielen auf das City-Rad. E-Bikes kamen auf 12,5 Prozent des Absatzes. Es folgen Mountainbikes (zehn Prozent), All Terrain Bikes (7,5 Prozent), Jugendräder (4,5 Prozent), Rennmaschinen/Flat Handlebar/Cross Bikes (vier Prozent), Kinderräder sowie Holland- und Tourenräder (je drei Prozent). Gemessen am Umsatzanteil, waren der Fachhandel und Fachmarkt der bevorzugte Vertriebsweg für Fahrräder; vor SB-Warenhäusern, Baumärkten, dem Lebensmitteleinzelhandel sowie Internetversendern.

Italien ist europäischer Fahrradmeister – zumindest, wenn es nach der Anzahl der produzierten Exemplare laut Confederation of the European Bicycle Industry geht: 2.344.000 Fahrräder wurden 2015 in Italien hergestellt, vor Deutschland mit 2.186.000. Die meisten Menschen beschäftigte die portugiesische Fahrradindustrie inklusive Zulieferer mit 7.500, dahinter folgt Deutschland mit 4.000. In Deutschland wurden 2015 4.350.000 Fahrräder verkauft, Platz 1 im europäischen Vergleich. Es folgen Großbritannien (3.514.000) und Frankreich (2.996.000). Den höchsten Durchschnittspreis für ein Fahrrad zahlten Verbraucher in den Niederlanden: 914 Euro. Deutschland liegt mit 397 Euro (ohne E-Bikes) im Mittelfeld.

 

Weitere Informationen:

 

www.ziv-zweirad.de

www.conebi.eu