22.02.2018

AGFS-Kongress 2018 redet über „Infrastruktur: Konkret“

(Krefeld/Essen, 22.02.2018) Die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und

fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen

e.V. (AGFS) spricht in diesem Jahr klare Worte auf ihrem Kongress zu Fragen

der Mobilität. So ist und bleibt für die AGFS eine funktionierende, sichere

und leistungsfähige Infrastruktur die Basis jeder Mobilität. 600

Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus kommunaler Verkehrsplanung,

Verwaltung und Politik folgten der Einladung am 22. Februar nach Essen,

um mitzureden.

Das Kongress-Programm sticht mit der Breite der Themen hervor. Drei

Leitvorträge zu den Themen „Herausforderungen an die Mobilität“, „Mobilität

und Infrastruktur – neu gedacht“ und „Die durchgrünte Stadt“ bringen die

zentralen Fragen direkt zur Sprache und regen zum Austausch und Diskussion

an. Im „Forum Infrastruktur“ wirft man einen Blick zu den niederländischen

Nachbarn mit ihren Fahrradstraßen, referiert über umweltfreundlichen,

wasserdurchlässigen Asphaltbelag und ermutigt mit dem Vortrag „Am Ende der

Straße“ zum Umdenken. Hendrik Wüst, Ministers für Verkehr des Landes

Nordrhein-Westfalens, wird zum Schluss sein verkehrspolitisches Programm

für Nordrhein-Westfalen vorstellen.

Mit dem diesjährigen Kongressthema möchten sich die AGFS nicht nur mit dem

aktuellen Stand der Technik auseinandersetzen, sondern vor dem Hintergrund

der vieldiskutierten Förderung der E-Mobilität und des autonomen Fahrens,

insbesondere die Zukunft des Straßenverkehrs und der Nahmobilität

thematisieren.

Die gebaute klassische Verkehrsinfrastruktur –Straßen, Wege, Knotenpunkte,

Parkplätze  hat in vielen Städten bereits seit langem die Kapazitätsgrenze

überschritten und ist kaum mehr erweiterbar. Auch die Digitalisierung und

Automatisierung im Verkehr, kann keine neuen Räume schaffen.

Gegenwärtig dominiert der Kfz-Verkehr die Verkehrsinfrastruktur der Städte

und Gemeinden. Die verbleibenden „Resträume“ für Fuß- und Radverkehr

erfüllen nur in den wenigsten Fällen die Raum-, Sicherheits- und

Komfortansprüche der Nahmobilität. Ebenso fehlt Platz für Grün, Aufenthalt,

Spielen und andere nicht verkehrliche Nutzungen. Die Folgen (Staus,

Luftverschmutzung, Unfälle etc.) sind insbesondere in den Groß- und

Mittelstädten täglich wahrnehmbar. Hier sieht die AGFS Handlungs- und

Redebedarf.

„Mit dem diesjährigen Kongress setzen wir uns bewusst mit der Basis der

Mobilität, der Infrastruktur auseinander. Die Stadt als Lebens- und

Bewegungsraum zeichnet sich durch eine hohe Erreichbarkeit für alle

Verkehrsteilnehmer aus und bietet insbesondere optimale Bedingungen für

Nahmobilität, Nahversorgung und Naherholung“, so Christine Fuchs, Vorstand

der AGFS erwartungsvoll zum Kongress.

Die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundliche Städte,

Gemeinden und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V.

Die AGFS bewegt Menschen – seit 1993 und mit wachsendem Zuspruch.

Nachdem in der Gründungsphase des kommunalen Netzwerks die Förderung

des Radverkehrs im Vordergrund stand, setzt sich die AGFS heute für eine

bessere Nahmobilität ein. Nahmobil meint eine körperlich aktive, individuelle

Mobilität: zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Pedelec oder anderen

bewegungsaktivierenden Verkehrsmitteln.

Die mittlerweile 81 Mitgliedskommunen der AGFS verstehen sich als Vorreiter

für eine gesunde, ökologisch sinnvolle und urbane Mobilität, die das Auto mit

einbezieht, aber nicht in den Vordergrund stellt. Gemeinsames Ziel ist es,

zukunftsfähige, belebte und wohnliche Städte zu gestalten. Mit

Aufenthaltsqualität, Lebens- und Bewegungsräumen. Räumen, die zur

gesunden Bewegung einladen und in denen körperliche Aktivität wieder

Freude macht.

Weitere Informationen:

Die Pressemitteilung in digitaler Form steht gemeinsam mit Fotos unter

www.agfs-nrw.de im Bereich Presse zum Download zur Verfügung.

Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte, Gemeinden

und Kreise in Nordrhein-Westfalen e.V.

Pressekontakt über:

P3 Agentur für Kommunikation und Mobilität

Benjamin Wührl

Antwerpener Straße 6-12

50672 Köln

E-Mail: b.wuehrl@p3-agentur.de

Tel: 02 21 / 20 89 4-0

Fax: 02 21 / 20 894-44

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